Gesundheitsratgeber

Regeneration beim Pferd – warum Erholung nach dem Training so wichtig ist

Regeneration beim Pferd – warum Erholung nach dem Training so wichtig ist

Training, Bewegung und Beschäftigung gehören für viele Pferde ganz selbstverständlich zum Alltag. Aber was passiert eigentlich nach der Arbeit?

Ich finde, über Training wird unglaublich viel gesprochen: Wie oft sollte ein Pferd gearbeitet werden? Wie lange? Wie lässt sich Muskulatur aufbauen? Welches Training ist sinnvoll?

Dabei gehört für mich noch etwas genauso Wichtiges dazu: die Regeneration beim Pferd.

Denn auch der Pferdekörper braucht nach körperlicher Belastung Zeit, um wieder herunterzufahren und sich zu erholen.

Was bedeutet Regeneration beim Pferd eigentlich?

Regeneration bedeutet zunächst nichts anderes als Erholung und Wiederherstellung nach einer Belastung.

Während der Bewegung arbeiten Muskeln, Herz und Kreislauf intensiver. Je nach Art, Dauer und Intensität des Trainings produziert der Körper Wärme, das Pferd schwitzt und verliert Flüssigkeit und Elektrolyte. Nach der Belastung beginnt die Erholungsphase.

Wie viel Regeneration ein Pferd benötigt, lässt sich deshalb nicht pauschal sagen. Ein gemütlicher Ausritt ist etwas anderes als intensives Training oder ein Turnier. Auch Trainingszustand, Alter, Gesundheitszustand und äußere Bedingungen spielen eine Rolle.

Regeneration beim Pferd beginnt also nicht erst am nächsten Tag. Sie beginnt direkt nach der Belastung.

Warum Erholung genauso zum Training gehört

Regeneration beim Pferd – Pferd und Reiterin nach dem Training

Ich glaube, gerade das wird manchmal unterschätzt.

Bei der Regeneration beim Pferd geht es genau darum: Training setzt einen Reiz. Danach braucht der Körper Zeit, diesen Reiz zu verarbeiten. Dauerhaft immer nur Leistung zu verlangen, ohne ausreichend Erholungsphasen einzuplanen, ist deshalb keine gute Idee.

Bei stärkerer oder länger andauernder Belastung können beispielsweise Flüssigkeits- und Elektrolytverluste eine Rolle spielen. Gerade bei Ausdauerbelastungen sind ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und eine an das Pferd angepasste Erholung wichtig.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jedes Pferd nach einer normalen Trainingseinheit ein besonderes Regenerationsprogramm braucht.

Für die Regeneration beim Pferd sind es manchmal die ganz einfachen Dinge, die zählen: Ruhe, Wasser, eine angemessene Abkühlphase, lockere Bewegung und vor allem ein aufmerksamer Blick auf das eigene Pferd.

Jedes Pferd regeneriert anders

Das finde ich bei Pferden sowieso besonders wichtig: Sie lassen sich nicht alle über einen Kamm scheren.

Was für das eine Pferd genau richtig ist, kann für ein anderes zu viel oder zu wenig sein.

Deshalb lohnt es sich, das Pferd nach der Arbeit bewusst zu beobachten.

Wie schnell normalisieren sich Atmung und Verhalten? Wirkt das Pferd entspannt? Trinkt es? Bewegt es sich normal? Wie fühlt es sich am nächsten Tag an?

Wer sein Pferd gut kennt, bemerkt häufig recht schnell, wenn etwas anders ist als sonst.

Und natürlich gilt: Zeigt ein Pferd ungewöhnlich starke Erschöpfung, Schmerzen, anhaltend erhöhte Atem- oder Herzfrequenz, Bewegungsauffälligkeiten oder andere deutliche Veränderungen, gehört das tierärztlich abgeklärt. Starke Erschöpfung nach Belastung kann ein ernstes medizinisches Problem sein.

Was hat die Durchblutung mit Regeneration zu tun?

An dieser Stelle wird es für mich besonders interessant.

Muskeln und anderes Gewebe müssen über den Blutkreislauf mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Gleichzeitig werden Stoffwechselprodukte abtransportiert.

Und wenn wir über Durchblutung sprechen, kommen wir irgendwann auch bei den Gefäßen an, die so klein sind, dass wir sie mit bloßem Auge überhaupt nicht sehen können.

Bei der Mikrozirkulation geht es um die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen.

Und genau dieses Thema kannte ich früher überhaupt nicht.

Das Wort Mikrozirkulation hatte ich tatsächlich noch nie gehört, bevor ich mit BEMER in Berührung kam. Erst dadurch habe ich angefangen, mich intensiver damit zu beschäftigen.

Heute finde ich es faszinierend, wie viel in unserem Körper – und natürlich auch im Körper eines Pferdes – passiert, ohne dass wir etwas davon bemerken.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, habe ich das Thema in meinem Beitrag „Mikrozirkulation einfach erklärt – warum die kleinsten Blutgefäße so wichtig sind“ ausführlicher beschrieben.

Und wo kommt das BEMER Horse-Set ins Spiel?

Über die Beschäftigung mit BEMER bin ich natürlich auch mit dem BEMER Horse-Set in Berührung gekommen.

Das Horse-Set wurde speziell für Pferde entwickelt. Die Pferdedecke enthält Spulen und überträgt das BEMER-Signal über ein Magnetfeld auf den Körper des Pferdes. Der Hersteller beschreibt das Horse-Set unter anderem zur Unterstützung von Mikrozirkulation sowie Regeneration und Entspannung rund um körperliche Belastung.

Und genau hier schließt sich für mich der Kreis zu diesem Beitrag.

Denn wer sich mit Regeneration beim Pferd beschäftigt, landet irgendwann zwangsläufig bei der Frage, welche Prozesse im Körper während und nach körperlicher Belastung eigentlich ablaufen.

Das bedeutet nicht, dass ein Horse-Set gutes Training, ausreichende Erholungsphasen, eine passende Fütterung oder tierärztliche Behandlung ersetzt.

Das tut es nicht.

Auch BEMER selbst weist darauf hin, dass das Horse-Set bei Erkrankungen oder Verletzungen keine tierärztliche Behandlung ersetzt.

Für mich ist es vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, die Pferdehalter kennenlernen können, wenn sie sich für BEMER und das Thema Mikrozirkulation interessieren.

Das BEMER Horse-Set kennenlernen

Vielleicht hast du schon einmal von BEMER gehört, weißt aber überhaupt nicht, was das Horse-Set eigentlich ist.

Oder du bist – genau wie ich damals beim Wort Mikrozirkulation – gerade zum ersten Mal darüber gestolpert.

Dann musst du nicht gleich entscheiden, ob das etwas für dich und dein Pferd ist.

Mir ist viel wichtiger, dass man sich zunächst informieren, Fragen stellen und sich selbst ein Bild machen kann.

In meinem Beitrag „BEMER Horse-Set – Anwendung für Pferde kennenlernen“ findest du deshalb weitere Informationen darüber, wie das Horse-Set aufgebaut ist und was dahintersteckt.

Und wer BEMER persönlich kennenlernen möchte, findet auf meiner Seite zur BEMER-Beratung in Rotenburg weitere Informationen.

Regeneration beginnt nicht erst, wenn etwas nicht stimmt

Das ist vielleicht der Gedanke, den ich aus diesem Thema am wichtigsten finde.

Wir beschäftigen uns häufig erst mit dem Körper, wenn irgendwo etwas zwickt oder nicht mehr so funktioniert wie gewohnt.

Dabei gehört Erholung genauso selbstverständlich zu Bewegung und Training wie die Belastung selbst.

Beim Pferd bedeutet das für mich vor allem: hinschauen.

Nicht jedes Pferd braucht dasselbe. Nicht jeder Trainingstag ist gleich. Und nicht jede Form von Erholung passt zu jedem Pferd.

Aber bewusst darauf zu achten, wie ein Pferd mit Belastung umgeht und wie es sich anschließend erholt, kann ein wichtiger Bestandteil eines guten Trainingsalltags sein.

Mein Fazit

Regeneration beim Pferd gehört genauso zum Training wie Bewegung und Belastung.

Belastung und Erholung gehören zusammen.

Training fordert den Körper – und danach braucht der Körper die Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen.

Dass ich mich mit diesen Zusammenhängen einmal so intensiv beschäftigen würde, hätte ich früher wahrscheinlich selbst nicht gedacht.

Manchmal beginnt Interesse eben mit einem einzigen Wort, das man vorher noch nie gehört hat.

Bei mir war es dieses Wort:

Mikrozirkulation.

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

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